Eine spannende Wahl hat das Land gestern in Atem gehalten. Dass wir einen solchen Tag erleben - damit hatte ich nicht gerechnet. Sicher, wir haben einen starken Kandidaten aufgestellt. Aber nur 600 Stimmen aus dem bürgerlich-liberalen Lager im ersten Wahlgang für Wulf – und so viel Unterstützung für Joachim Gauck. Sensationell.
Doch der Spannungsbogen hatte für mich bereits zu einem ganz anderem Zeitpunkt seinen Höhepunkt erreicht. Denn es ist erstaunlich, wie viele Menschen Joachim Gauck bewegt hat. Und es sind nicht nur die zahlreichen UnterstützerInnen, die ihre Sympathie auf facebook bekunden. Nein, plötzlich ist ein allgemeines politisches Interesse erkennbar. Selten hat eine Wahl des Bundespräsidenten so im Fokus der allgemeinen Aufmerksamkeit gestanden.
Ich bin froh, dass wir Joachim Gauck als Kandidaten für die Bundespräsidentenwahl aufgestellt haben. Allein, weil er mit seiner Art, seiner Lebenserfahrung und seinem Engagement so viele Menschen zu begeistern weiß. Die Unterstützung und das Interesse an seiner Kandidatur zeigt, wie wichtig die Frage von Teilhabe und Einmischen vieler, vieler Menschen ist und das Nachdenken und diskutieren über Freiheit und Verantwortung sind.
Die Linke wird sich für ihr Verhalten erklären müssen. Ich hoffe, dass viele Bürgerinnen und Bürger sie dazu auffordern werden.